Altersbegrenzung f√ľr √∂ffentlich bestellte Sachverst√§ndige aufgehoben

Altersbegrenzung f√ľr Sachverst√§ndige aufgehoben

Altersbegrenzung f√ľr √∂ffentlich bestellte Sachverst√§ndige aufgehoben

Noch bis vor kurzen gab es von den Kammern eine Altersbegrenzung f√ľr Sachverst√§ndige. Diese wurde jetzt aufgehoben. Der Grund: Im Rahmen des allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes gilt Altersbeschr√§nkung als rechtswidrig.

Altersgrenze ist unzulässige Benachteiligung

Wer als Sachverst√§ndiger bisher einen Antrag auf √∂ffentliche Bestellung stellen wollte, musste das 30. Lebensjahr vollendet, durfte das 62 Jahr zum Zeitpunkt der Antragstellung aber nicht √ľberschritten haben. Zuk√ľnftig wird das Alter des Gutachters jedoch keine Rolle mehr spielen. Das Bundesverwaltungsgericht hat beschlossen, dass eine solche Altersbegrenzung f√ľr Sachverst√§ndige eine unzul√§ssige Benachteiligung im Rahmen des allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes darstellt. Das gilt √ľbrigens auch f√ľr die automatische Beendigung der Bestellung mit dem 68. Lebensjahr.

Warum gab es die Altersbegrenzung f√ľr Sachverst√§ndige

Die Altersbeschr√§nkung sollte sicher stellen, dass √∂ffentlich bestellte Sachverst√§ndige √ľber ausreichend Lebens- und Berufserfahrung verf√ľgen, gleichzeitig aber auch geistige und k√∂rperliche Leistungsf√§higkeit entsprechend den Anforderungen des jeweilige Sachgebiets gegeben sind. Der neuen Verordnung nach m√ľssen Sachverst√§ndige nun jede Einschr√§nkung, sowohl geistiger als auch k√∂rperlicher Art sofort anzeigen. Das Alter ist nicht mehr ausschlaggebend.

Vor allem ältere Sachverständige profitieren

In der Regel gilt: Umso älter der Sachverständige, desto höher sein Erfahrungsschatz.
Durch die neue Regelung werden also auch ältere Kollegen nicht mehr benachteiligt, sondern können selbstbestimmt entscheiden, wann sie in den Ruhestand gehen wollen. In erster Linie hängt das viel mehr von der persönlichen und körperlichen Belastbarkeit ab und das muss nicht zwangsläufig eine Frage des Alters sein.

Hintert√ľrchen bleibt offen

Nichtsdestotrotz hat die Kammer im Fall, dass ein Sachverständiger den Zeitpunkt, an dem es besser wäre auszuscheiden nicht erkennt, noch immer die Möglichkeit die Vereidigung oder öffentliche Bestellung zu widerrufen.