{"id":2554,"date":"2026-09-10T15:57:44","date_gmt":"2026-09-10T13:57:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/?p=2554"},"modified":"2026-09-10T15:59:53","modified_gmt":"2026-09-10T13:59:53","slug":"eu-richtlinien-gutachter-2026-2027-rechtliche-aenderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/eu-richtlinien-gutachter-2026-2027-rechtliche-aenderungen\/","title":{"rendered":"EU-Richtlinien f\u00fcr Gutachter 2026\/2027: Welche neuen EU-Regeln Sachverst\u00e4ndige jetzt betreffen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neue EU-Richtlinien und Verordnungen ver\u00e4ndern 2026 und 2027 wichtige Rahmenbedingungen f\u00fcr Gutachter und Sachverst\u00e4ndige. Von Bau- und Umweltvorgaben \u00fcber Produkthaftung und Reparaturrecht bis hin zu KI, Cybersicherheit und Maschinenverordnung: Erfahren Sie, welche Regelungen f\u00fcr Ihre Sachverst\u00e4ndigenpraxis relevant werden und wie Sie sich fachlich und organisatorisch rechtzeitig darauf vorbereiten.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterst\u00fctzung k\u00fcnstlicher Intelligenz erstellt, von unserer Redaktion inhaltlich gepr\u00fcft und vom Herausgeber redaktionell verantwortet.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-rank-math-toc-block\" id=\"rank-math-toc\"><h2>Inhaltsverzeichnis<\/h2><nav><div><div><a href=\"#1-einleitung-eu-richtlinien-fur-gutachter-2026-warum-sich-jetzt-so-viel-verandert\">1. Einleitung: EU-Richtlinien f\u00fcr Gutachter 2026 \u2013 warum sich jetzt so viel ver\u00e4ndert<\/a><\/div><div><a href=\"#2-eu-recht-2026-verstehen-richtlinie-verordnung-und-deutsches-gesetz\">2. EU-Recht 2026 verstehen: Richtlinie, Verordnung und deutsches Gesetz<\/a><\/div><div><a href=\"#3-bau-und-immobilien-neue-eu-vorgaben-zu-gebauden-und-bauprodukten\">3. Bau und Immobilien: Neue EU-Vorgaben zu Geb\u00e4uden und Bauprodukten<\/a><\/div><div><a href=\"#4-produkthaftung-und-recht-auf-reparatur-neue-fragen-fur-technische-gutachten\">4. Produkthaftung und Recht auf Reparatur: Neue Fragen f\u00fcr technische Gutachten<\/a><\/div><div><a href=\"#5-verbraucherschutz-und-greenwashing-wenn-aussagen-kunftig-belegbar-sein-mussen\">5. Verbraucherschutz und Greenwashing: Wenn Aussagen k\u00fcnftig belegbar sein m\u00fcssen<\/a><\/div><div><a href=\"#6-umweltrecht-und-luftqualitat-neue-anforderungen-und-neue-aufgaben-fur-sachverstandige\">6. Umweltrecht und Luftqualit\u00e4t: Neue Anforderungen und neue Aufgaben f\u00fcr Sachverst\u00e4ndige<\/a><\/div><div><a href=\"#7-ki-und-cybersicherheit-was-ai-act-und-cyber-resilience-act-fur-gutachter-bedeuten\">7. KI und Cybersicherheit: Was AI Act und Cyber Resilience Act f\u00fcr Gutachter bedeuten<\/a><\/div><div><a href=\"#8-ausblick-2027-maschinenverordnung-ki-cybersecurity-und-gebaudestandards\">8. Ausblick 2027: Maschinenverordnung, KI, Cybersecurity und Geb\u00e4udestandards<\/a><\/div><div><a href=\"#9-was-gutachter-jetzt-tun-sollten-rechtssicher-und-fachlich-vorbereitet-in-2027\">9. Was Gutachter jetzt tun sollten: Rechtssicher und fachlich vorbereitet in 2027<\/a><\/div><div><a href=\"#10-fazit-neue-eu-regeln-schaffen-pflichten-aber-auch-chancen-fur-sachverstandige\">10. Fazit: Neue EU-Regeln schaffen Pflichten \u2013 aber auch Chancen f\u00fcr Sachverst\u00e4ndige<\/a><\/div><div><a href=\"#11-faq-haufige-fragen-zu-eu-richtlinien-fur-gutachter-2026-2027\">11. FAQ: H\u00e4ufige Fragen zu EU-Richtlinien f\u00fcr Gutachter 2026\/2027<\/a><\/div><\/div><\/nav><\/div>\n\n\n\n<h2 id=\"1-einleitung-eu-richtlinien-fur-gutachter-2026-warum-sich-jetzt-so-viel-verandert\" class=\"wp-block-heading\">1. Einleitung: EU-Richtlinien f\u00fcr Gutachter 2026 \u2013 warum sich jetzt so viel ver\u00e4ndert<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2026 ist f\u00fcr Gutachter und Sachverst\u00e4ndige rechtlich ein bemerkenswertes Jahr. Mehrere neue oder neu anzuwendende EU-Regelungen betreffen Bereiche, in denen Sachverst\u00e4ndige t\u00e4glich bewerten, pr\u00fcfen, dokumentieren und Beweise sichern: Geb\u00e4ude und Bauprodukte, Produkthaftung, Reparierbarkeit, Umwelt- und Verbraucherschutz, k\u00fcnstliche Intelligenz oder Cybersicherheit. So gilt beispielsweise die neue EU-Bauproduktenverordnung in wesentlichen Teilen seit Januar 2026, w\u00e4hrend die neue Produkthaftungsrichtlinie auf Produkte Anwendung findet, die nach dem 9. Dezember 2026 in Verkehr gebracht oder in Betrieb genommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei lohnt sich ein genauer Blick auf die Begrifflichkeiten. Was umgangssprachlich h\u00e4ufig unter <strong>\u201eEU-Richtlinien f\u00fcr Gutachter 2026\u201c<\/strong> zusammengefasst wird, besteht rechtlich aus unterschiedlichen Instrumenten: EU-Richtlinien m\u00fcssen grunds\u00e4tzlich in nationales Recht umgesetzt werden, EU-Verordnungen gelten dagegen unmittelbar. F\u00fcr die t\u00e4gliche Sachverst\u00e4ndigenpraxis ist jedoch vor allem entscheidend, <strong>welche technischen, rechtlichen und dokumentarischen Anforderungen sich tats\u00e4chlich ver\u00e4ndern<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das betrifft keineswegs nur einzelne Spezialgebiete. Die neue EU-Geb\u00e4uderichtlinie, deren wesentliche Vorgaben bis zum 29. Mai 2026 in nationales Recht umzusetzen waren, beeinflusst beispielsweise langfristig energetische Geb\u00e4udebewertungen und Anforderungen an den Geb\u00e4udebestand. Die neue Bauproduktenverordnung wiederum verkn\u00fcpft Produktleistung st\u00e4rker mit Umwelt-, Sicherheits- und Lebenszyklusinformationen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und 2026 ist nur ein Zwischenschritt: F\u00fcr <strong>2027 stehen bereits weitere wichtige EU-Regelungen und Anwendungstermine fest<\/strong>. Sachverst\u00e4ndige tun daher gut daran, neue Vorschriften nicht erst dann zur Kenntnis zu nehmen, wenn sie in einem Gutachten pl\u00f6tzlich entscheidend werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Beitrag zeigt, welche gesetzlichen \u00c4nderungen besonders relevant sind, welche Fachrichtungen betroffen sein k\u00f6nnen und worauf Gutachter und Sachverst\u00e4ndige jetzt praktisch achten sollten.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"2-eu-recht-2026-verstehen-richtlinie-verordnung-und-deutsches-gesetz\" class=\"wp-block-heading\">2. EU-Recht 2026 verstehen: Richtlinie, Verordnung und deutsches Gesetz<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer sich als Gutachter mit neuen EU-Vorschriften besch\u00e4ftigt, st\u00f6\u00dft schnell auf Begriffe wie <strong>Richtlinie, Verordnung, Umsetzungsgesetz oder Anwendungsfrist<\/strong>. F\u00fcr die Praxis ist diese Unterscheidung wichtiger, als sie zun\u00e4chst klingt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine <strong>EU-Verordnung<\/strong> gilt grunds\u00e4tzlich unmittelbar und verbindlich in allen Mitgliedstaaten. Sie muss also nicht erst in ein deutsches Gesetz \u201e\u00fcbersetzt\u201c werden. Eine <strong>EU-Richtlinie<\/strong> funktioniert anders: Sie gibt den Mitgliedstaaten verbindliche Ziele vor, \u00fcberl\u00e4sst ihnen aber grunds\u00e4tzlich die konkrete Form und Ausgestaltung der Umsetzung in nationales Recht. Genau diese Systematik ergibt sich aus Art. 288 des Vertrags \u00fcber die Arbeitsweise der Europ\u00e4ischen Union.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Sachverst\u00e4ndige bedeutet das vor allem: <strong>Das Datum einer neuen EU-Regelung allein sagt noch nicht, ab wann sich die eigene Gutachterpraxis tats\u00e4chlich ver\u00e4ndert.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Je nach Rechtsakt k\u00f6nnen mehrere Zeitpunkte entscheidend sein:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ver\u00f6ffentlichung und Inkrafttreten auf EU-Ebene,<\/li>\n\n\n\n<li>Frist zur Umsetzung in deutsches Recht,<\/li>\n\n\n\n<li>konkreter Anwendungsbeginn einer Verordnung,<\/li>\n\n\n\n<li>\u00dcbergangsfristen f\u00fcr bestehende Produkte, Anlagen oder Verfahren,<\/li>\n\n\n\n<li>nationale Begleit- und Durchf\u00fchrungsvorschriften.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade bei technischen oder baurechtlichen Gutachten kommt noch etwas hinzu: Neue gesetzliche Anforderungen wirken h\u00e4ufig \u00fcber <strong>technische Normen, Produktanforderungen, Pr\u00fcfverfahren, Dokumentationspflichten oder Bewertungsma\u00dfst\u00e4be<\/strong> in die praktische Sachverst\u00e4ndigent\u00e4tigkeit hinein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Beispiel macht den Unterschied deutlich: Eine neue EU-Richtlinie kann bereits beschlossen und ver\u00f6ffentlicht sein, w\u00e4hrend die konkrete deutsche Umsetzung noch erarbeitet wird. Eine EU-Verordnung kann dagegen unmittelbar gelten, obwohl f\u00fcr einzelne Detailregelungen zus\u00e4tzlich nationale Zust\u00e4ndigkeiten, Beh\u00f6rdenverfahren oder Sanktionen geregelt werden m\u00fcssen. Auch die Europ\u00e4ische Kommission weist ausdr\u00fccklich darauf hin, dass unmittelbar geltende Verordnungen \u00c4nderungen nationaler Vorschriften oder zus\u00e4tzliche Umsetzungsma\u00dfnahmen erforderlich machen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Gutachter ist deshalb weniger die Frage entscheidend <strong>\u201eGibt es eine neue EU-Richtlinie?\u201c<\/strong>, sondern vielmehr:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eAb wann ver\u00e4ndert diese Regelung den technischen oder rechtlichen Ma\u00dfstab, den ich in meinem Gutachten ber\u00fccksichtigen muss?\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das kann je nach Fachgebiet sehr unterschiedlich sein. Ein Bausachverst\u00e4ndiger muss andere europ\u00e4ische Entwicklungen verfolgen als ein Kfz-, Umwelt-, IT- oder Maschinensachverst\u00e4ndiger. Genau deshalb lohnt es sich, die f\u00fcr 2026 und 2027 relevanten EU-Regelungen nach Fachgebieten zu betrachten.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"3-bau-und-immobilien-neue-eu-vorgaben-zu-gebauden-und-bauprodukten\" class=\"wp-block-heading\">3. Bau und Immobilien: Neue EU-Vorgaben zu Geb\u00e4uden und Bauprodukten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Sachverst\u00e4ndige im Bau-, Immobilien- und Energiebereich bringt 2026 gleich zwei wichtige europ\u00e4ische Regelungskomplexe: die <strong>EU-Geb\u00e4uderichtlinie (EPBD)<\/strong> und die neue <strong>EU-Bauproduktenverordnung<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die neugefasste Geb\u00e4uderichtlinie (EU) 2024\/1275 musste in wesentlichen Teilen bis zum <strong>29. Mai 2026<\/strong> in nationales Recht umgesetzt werden. Ihr langfristiges Ziel ist klar: Geb\u00e4ude sollen energieeffizienter werden und der Geb\u00e4udebestand schrittweise in Richtung Klimaneutralit\u00e4t entwickelt werden. Neue Geb\u00e4ude im Eigentum \u00f6ffentlicher Einrichtungen m\u00fcssen ab 2028 grunds\u00e4tzlich als Nullemissionsgeb\u00e4ude ausgef\u00fchrt werden, ab 2030 gilt dies f\u00fcr alle Neubauten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/eu-richtlinien-gutachter-2026-bau-gebaeude-bauprodukte.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/eu-richtlinien-gutachter-2026-bau-gebaeude-bauprodukte-1024x576.webp\" alt=\"Erkl\u00e4rgrafik zu EU-Richtlinien f\u00fcr Gutachter 2026 im Bereich Bau, Geb\u00e4udeenergie und Bauprodukte.\" class=\"wp-image-2551\" srcset=\"https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/eu-richtlinien-gutachter-2026-bau-gebaeude-bauprodukte-1024x576.webp 1024w, https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/eu-richtlinien-gutachter-2026-bau-gebaeude-bauprodukte-300x169.webp 300w, https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/eu-richtlinien-gutachter-2026-bau-gebaeude-bauprodukte-768x432.webp 768w, https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/eu-richtlinien-gutachter-2026-bau-gebaeude-bauprodukte-1536x864.webp 1536w, https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/eu-richtlinien-gutachter-2026-bau-gebaeude-bauprodukte-624x351.webp 624w, https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/eu-richtlinien-gutachter-2026-bau-gebaeude-bauprodukte.webp 1672w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Abb-1.: Die Grafik zeigt, wie neue EU-Vorgaben Geb\u00e4ude, Energieeffizienz und Bauprodukte st\u00e4rker miteinander verkn\u00fcpfen &#8211; KI-Visualisierung.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Gutachter besonders interessant ist dabei ein weiterer Bewertungsfaktor: K\u00fcnftig r\u00fcckt neben dem Energieverbrauch w\u00e4hrend der Nutzung auch die <strong>Klimawirkung \u00fcber den gesamten Lebenszyklus eines Geb\u00e4udes<\/strong> st\u00e4rker in den Fokus. Ab 2028 muss das Lebenszyklus-Treibhauspotenzial bei neuen Geb\u00e4uden mit mehr als 1.000 m\u00b2 Nutzfl\u00e4che berechnet und im Energieausweis ausgewiesen werden, ab 2030 bei allen Neubauten. Bereits bis zum 1. Januar 2027 m\u00fcssen die Mitgliedstaaten Fahrpl\u00e4ne f\u00fcr entsprechende Grenzwerte erarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Parallel gilt die neue <strong>Bauproduktenverordnung (EU) 2024\/3110<\/strong> in ihren wesentlichen Teilen seit dem 8. Januar 2026. Sie modernisiert die Anforderungen an Bauprodukte und st\u00e4rkt insbesondere Umwelt- und Nachhaltigkeitsinformationen. Vorgesehen ist au\u00dferdem ein <strong>digitaler Produktpass f\u00fcr Bauprodukte<\/strong>, der unter anderem Leistungs- und Konformit\u00e4tserkl\u00e4rungen, technische Dokumentationen sowie Sicherheits- und Produktinformationen digital zusammenf\u00fchren soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Bausachverst\u00e4ndige bedeutet das: Bei der Beurteilung von Baustoffen, Bauteilen, energetischen Eigenschaften oder Geb\u00e4udesch\u00e4den werden <strong>nachvollziehbare Produktdaten, Umweltkennwerte und dokumentierte Produkteigenschaften<\/strong> k\u00fcnftig noch wichtiger.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei gilt weiterhin ein wesentlicher Grundsatz der Gutachterpraxis: Eine neue Vorschrift macht \u00e4ltere Geb\u00e4ude oder Bauprodukte nicht automatisch mangelhaft. Entscheidend bleibt stets, <strong>welcher technische und rechtliche Ma\u00dfstab zum ma\u00dfgeblichen Zeitpunkt anzuwenden war<\/strong> \u2013 beispielsweise bei Planung, Errichtung, Abnahme oder Inverkehrbringen eines Produkts.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 id=\"4-produkthaftung-und-recht-auf-reparatur-neue-fragen-fur-technische-gutachten\" class=\"wp-block-heading\">4. Produkthaftung und Recht auf Reparatur: Neue Fragen f\u00fcr technische Gutachten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr technische Sachverst\u00e4ndige wird es besonders interessant, wenn aus einem Defekt ein Haftungsfall wird. Genau hier setzt die neue <strong>EU-Produkthaftungsrichtlinie (EU) 2024\/2853<\/strong> an. Sie gilt f\u00fcr Produkte, die <strong>nach dem 9. Dezember 2026<\/strong> in Verkehr gebracht oder in Betrieb genommen werden. Deutschland bereitet ihre Umsetzung mit einer umfassenden Neufassung des Produkthaftungsrechts vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bemerkenswert ist vor allem die Anpassung an digitale Produkte: K\u00fcnftig kann auch <strong>Software als Produkt<\/strong> gelten. Updates, angebundene digitale Dienste oder wesentliche Ver\u00e4nderungen eines Produkts nach dem urspr\u00fcnglichen Inverkehrbringen k\u00f6nnen bei der Beurteilung der Fehlerhaftigkeit eine Rolle spielen. Gleichzeitig sollen neue Regeln zur Offenlegung von Beweismitteln und zur Beweislast Gesch\u00e4digten die Durchsetzung von Anspr\u00fcchen bei komplexen Produkten erleichtern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/produkthaftung-recht-auf-reparatur-gutachter.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/produkthaftung-recht-auf-reparatur-gutachter-1024x576.webp\" alt=\"Grafik zur Produkthaftungsrichtlinie und zum Recht auf Reparatur f\u00fcr technische Gutachter und Sachverst\u00e4ndige.\" class=\"wp-image-2553\" srcset=\"https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/produkthaftung-recht-auf-reparatur-gutachter-1024x576.webp 1024w, https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/produkthaftung-recht-auf-reparatur-gutachter-300x169.webp 300w, https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/produkthaftung-recht-auf-reparatur-gutachter-768x432.webp 768w, https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/produkthaftung-recht-auf-reparatur-gutachter-1536x864.webp 1536w, https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/produkthaftung-recht-auf-reparatur-gutachter-624x351.webp 624w, https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/produkthaftung-recht-auf-reparatur-gutachter.webp 1672w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Abb-2.: Die Abbildung veranschaulicht, wie Produkthaftung, Software und Reparierbarkeit bei technischen Gutachten zusammenwirken &#8211; KI-Visualisierung.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit k\u00f6nnen Sachverst\u00e4ndige k\u00fcnftig noch h\u00e4ufiger Fragen beantworten m\u00fcssen wie:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>War ein Produkt tats\u00e4chlich fehlerhaft oder lediglich verschlissen?<\/li>\n\n\n\n<li>Bestand der Fehler bereits beim ma\u00dfgeblichen Inverkehrbringen?<\/li>\n\n\n\n<li>Haben Software, Update oder nachtr\u00e4gliche Ver\u00e4nderungen zum Schaden beigetragen?<\/li>\n\n\n\n<li>War eine Reparatur technisch m\u00f6glich und fachgerecht ausgef\u00fchrt?<\/li>\n\n\n\n<li>Welche Ursache ist f\u00fcr den eingetretenen Schaden \u00fcberwiegend plausibel?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In eine \u00e4hnliche Richtung wirkt das <strong>Recht auf Reparatur<\/strong>. Das deutsche Umsetzungsgesetz ist 2026 bereits in Kraft getreten; seine wesentlichen neuen Vorgaben gelten jedoch f\u00fcr <strong>Kaufvertr\u00e4ge ab dem 31. Juli 2027<\/strong>. Hersteller werden bei bestimmten Waren st\u00e4rker zur Reparatur verpflichtet, au\u00dferdem gewinnen Ersatzteilverf\u00fcgbarkeit und Reparierbarkeit an Bedeutung. Entscheidet sich ein Verbraucher innerhalb der Gew\u00e4hrleistung f\u00fcr eine Reparatur, verl\u00e4ngert sich die Gew\u00e4hrleistungsfrist nach den neuen Regeln von zwei auf drei Jahre.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr technische Gutachter entsteht daraus ein spannendes neues Pr\u00fcfungsfeld: <strong>Nicht nur \u201eWas ist kaputt?\u201c wird wichtig, sondern zunehmend auch \u201eWarum ist es kaputt, w\u00e4re es reparierbar gewesen \u2013 und was geschah bei einer fr\u00fcheren Reparatur?\u201c<\/strong> Gerade bei Elektroger\u00e4ten, Maschinen, digitalen Produkten und komplexen technischen Systemen d\u00fcrfte die Bedeutung sauberer Ursachenanalysen und nachvollziehbarer Dokumentation deshalb weiter steigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"5-verbraucherschutz-und-greenwashing-wenn-aussagen-kunftig-belegbar-sein-mussen\" class=\"wp-block-heading\">5. Verbraucherschutz und Greenwashing: Wenn Aussagen k\u00fcnftig belegbar sein m\u00fcssen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eUmweltfreundlich\u201c, \u201enachhaltig\u201c, \u201eklimaneutral\u201c oder \u201ebesonders langlebig\u201c \u2013 solche Aussagen begegnen Verbrauchern inzwischen \u00fcberall. Ab <strong>27. September 2026<\/strong> gelten in Deutschland jedoch deutlich strengere Vorgaben gegen irref\u00fchrende Umweltwerbung. Grundlage ist die EU-Richtlinie (EU) 2024\/825 zur St\u00e4rkung der Verbraucher f\u00fcr den \u00f6kologischen Wandel. Deutschland hat sie bereits im Februar 2026 unter anderem durch \u00c4nderungen des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) umgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Sto\u00dfrichtung ist eindeutig: Umweltbezogene Aussagen sollen <strong>verl\u00e4sslicher, konkreter, nachvollziehbarer und \u00fcberpr\u00fcfbarer<\/strong> werden. Allgemeine Umweltbehauptungen ohne ausreichende Konkretisierung werden erheblich eingeschr\u00e4nkt. Auch Nachhaltigkeitssiegel d\u00fcrfen nicht beliebig verwendet werden; grunds\u00e4tzlich m\u00fcssen sie auf einem Zertifizierungssystem beruhen oder von staatlichen Stellen festgesetzt sein. Bestimmte Aussagen, nach denen ein Produkt aufgrund der Kompensation von Treibhausgasemissionen etwa \u201eklimaneutral\u201c oder \u00e4hnlich positiv f\u00fcr das Klima sei, werden ausdr\u00fccklich untersagt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was hat das mit Gutachtern zu tun? Mehr, als es zun\u00e4chst scheint.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Unternehmen k\u00fcnftig beispielsweise Aussagen \u00fcber <strong>Energieeffizienz, Recyclinganteile, Materialeigenschaften, Emissionen, Haltbarkeit oder Umweltwirkungen<\/strong> belastbar begr\u00fcnden m\u00fcssen, k\u00f6nnen nachvollziehbare technische Daten und unabh\u00e4ngige fachliche Bewertungen erheblich an Bedeutung gewinnen. Sachverst\u00e4ndige k\u00f6nnen \u2013 abh\u00e4ngig von ihrem Fachgebiet und Auftrag \u2013 etwa Messwerte \u00fcberpr\u00fcfen, technische Eigenschaften bewerten, Schadstoff- oder Emissionsdaten einordnen oder feststellen, ob dokumentierte Produkteigenschaften mit dem tats\u00e4chlichen Zustand \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei ist eine wichtige Grenze zu beachten: Ein Sachverst\u00e4ndigengutachten macht eine Werbeaussage <strong>nicht automatisch rechtlich zul\u00e4ssig<\/strong>. Ob eine konkrete Umweltwerbung wettbewerbsrechtlich zul\u00e4ssig ist, bleibt eine Rechtsfrage. Der Gutachter liefert vielmehr die belastbare fachliche Grundlage, auf deren Basis technische Tatsachen beurteilt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Sachverst\u00e4ndige ergibt sich daraus eine einfache, aber wichtige Konsequenz: <strong>Je gr\u00f6\u00dfer die regulatorischen Anforderungen an \u00fcberpr\u00fcfbare Aussagen werden, desto wichtiger werden nachvollziehbare Messmethoden, transparente Bewertungsgrundlagen und eine saubere Dokumentation.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und genau darin liegt auch eine Chance. Denn wenn ein werbewirksames gr\u00fcnes Versprechen allein nicht mehr gen\u00fcgt, gewinnt \u00fcberpr\u00fcfbare Fachkompetenz an Wert.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"6-umweltrecht-und-luftqualitat-neue-anforderungen-und-neue-aufgaben-fur-sachverstandige\" class=\"wp-block-heading\">6. Umweltrecht und Luftqualit\u00e4t: Neue Anforderungen und neue Aufgaben f\u00fcr Sachverst\u00e4ndige<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch im Umweltrecht steigt die Bedeutung belastbarer fachlicher Feststellungen. Die <strong>EU-Richtlinie 2024\/1203 \u00fcber den strafrechtlichen Schutz der Umwelt<\/strong> erweitert und versch\u00e4rft den europ\u00e4ischen Rahmen f\u00fcr Umweltstraftaten. Die Umsetzungsfrist endete bereits am <strong>21. Mai 2026<\/strong>. In Deutschland befindet sich die entsprechende \u00c4nderung des Strafrechts allerdings auch im September 2026 noch im Gesetzgebungsverfahren. Vorgesehen sind unter anderem Anpassungen bei Straftaten gegen Boden, Wasser, Luft, Natur und beim Umgang mit umweltgef\u00e4hrdenden Stoffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Umwelt- und technische Sachverst\u00e4ndige kann das zus\u00e4tzliche Bedeutung bekommen. Wo der Verdacht auf eine Umweltstraftat besteht, m\u00fcssen h\u00e4ufig fachliche Tatsachen gekl\u00e4rt werden: <strong>Welche Stoffe wurden freigesetzt? Wie gro\u00df ist die Belastung? Wo liegt die Ursache? Welche Sch\u00e4den sind entstanden und l\u00e4sst sich ein urs\u00e4chlicher Zusammenhang technisch nachvollziehen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiterer wichtiger Termin folgt zum Jahresende: Die neue <strong>EU-Luftqualit\u00e4tsrichtlinie 2024\/2881<\/strong> muss bis <strong>11. Dezember 2026<\/strong> in deutsches Recht umgesetzt werden. Sie versch\u00e4rft unter anderem die Luftqualit\u00e4tsanforderungen mit Blick auf das Jahr 2030 und bringt neue Vorgaben f\u00fcr Messung, \u00dcberwachung und Luftreinhalteplanung. In Deutschland wurden dazu 2026 bereits Entw\u00fcrfe zur \u00c4nderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes und zur Neufassung der 39. BImSchV erarbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Davon k\u00f6nnen insbesondere <strong>Immissionsschutz-, Umwelt-, Anlagen- und Emissionssachverst\u00e4ndige<\/strong> betroffen sein. Denn strengere Grenz- und Bewertungsma\u00dfst\u00e4be erh\u00f6hen regelm\u00e4\u00dfig auch die Anforderungen an Messverfahren, Datenqualit\u00e4t und nachvollziehbare Dokumentation.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Gutachter gilt damit einmal mehr: <strong>Je st\u00e4rker Umweltvorgaben mess- und nachweispflichtig werden, desto wertvoller wird eine fachlich belastbare und gerichtsfeste Tatsachengrundlage.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 id=\"7-ki-und-cybersicherheit-was-ai-act-und-cyber-resilience-act-fur-gutachter-bedeuten\" class=\"wp-block-heading\">7. KI und Cybersicherheit: Was AI Act und Cyber Resilience Act f\u00fcr Gutachter bedeuten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">K\u00fcnstliche Intelligenz und vernetzte Produkte ver\u00e4ndern nicht nur die Arbeitsmittel von Sachverst\u00e4ndigen \u2013 sie ver\u00e4ndern zunehmend auch deren <strong>Pr\u00fcfgegenst\u00e4nde<\/strong>. Zwei EU-Verordnungen sind dabei besonders wichtig: der <strong>AI Act<\/strong> und der <strong>Cyber Resilience Act (CRA)<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der AI Act gilt seit dem <strong>2. August 2026<\/strong> in weiten Teilen. Allerdings wurden 2026 einzelne Fristen nochmals angepasst: Die zentralen Anforderungen an bestimmte Hochrisiko-KI-Systeme nach Anhang III greifen nun erst ab <strong>2. Dezember 2027<\/strong>, f\u00fcr Hochrisiko-Systeme, die als Sicherheitskomponenten bestimmter regulierter Produkte eingestuft werden, sogar erst ab <strong>2. August 2028<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/ai-act-cyber-resilience-act-gutachter.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/ai-act-cyber-resilience-act-gutachter-1024x576.webp\" alt=\"): Infografik zum AI Act und Cyber Resilience Act f\u00fcr Gutachter und Sachverst\u00e4ndige im Jahr 2026 und 2027.\" class=\"wp-image-2549\" srcset=\"https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/ai-act-cyber-resilience-act-gutachter-1024x576.webp 1024w, https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/ai-act-cyber-resilience-act-gutachter-300x169.webp 300w, https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/ai-act-cyber-resilience-act-gutachter-768x432.webp 768w, https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/ai-act-cyber-resilience-act-gutachter-1536x864.webp 1536w, https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/ai-act-cyber-resilience-act-gutachter-624x351.webp 624w, https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/ai-act-cyber-resilience-act-gutachter.webp 1672w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Abb-3.: Die Grafik zeigt, welche Rolle KI-Regulierung und Cybersicherheit k\u00fcnftig in der Sachverst\u00e4ndigenpraxis spielen &#8211; KI-Visualisierung.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die typische Sachverst\u00e4ndigenpraxis ist dabei wichtig: <strong>Wer ein allgemein verf\u00fcgbares KI-Werkzeug zur Recherche, Strukturierung oder Formulierung nutzt, betreibt deshalb nicht automatisch ein Hochrisiko-KI-System.<\/strong> Trotzdem bleiben fachliche Verantwortung, Plausibilit\u00e4tspr\u00fcfung, Datenschutz, Vertraulichkeit und nachvollziehbare Arbeitsprozesse entscheidend. Ein KI-generiertes Ergebnis ersetzt keine eigene fachliche Bewertung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer das Thema vertiefen m\u00f6chte, findet dazu im DGuSV-Beitrag <a href=\"https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/kuenstliche-intelligenz-gutachter-2026-ki-gestuetzte-gutachten-chancen-risiken-haftung\/?utm_source=DGuSV&amp;utm_medium=DGuSV-Blog\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eK\u00fcnstliche Intelligenz &amp; Gutachter 2026 \u2013 Chancen &amp; Haftung\u201c<\/a> konkrete Anwendungsfelder, Risiken und Hinweise zur Qualit\u00e4tssicherung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Parallel gewinnt die Cybersicherheit technischer Produkte an Bedeutung. Der <strong>Cyber Resilience Act<\/strong> betrifft Hard- und Software mit digitalen Elementen und stellt verbindliche Anforderungen an deren Cybersicherheit. Besonders aktuell: Die darin enthaltenen Meldepflichten f\u00fcr aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwere Sicherheitsvorf\u00e4lle gelten bereits <strong>ab 11. September 2026<\/strong>; vollst\u00e4ndig anwendbar wird der CRA am <strong>11. Dezember 2027<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr IT-, Maschinen-, Elektro-, Kfz- oder Produktsachverst\u00e4ndige kann damit k\u00fcnftig h\u00e4ufiger die Frage entstehen, <strong>ob ein Schaden ausschlie\u00dflich mechanisch oder elektrisch verursacht wurde \u2013 oder ob Software, Vernetzung beziehungsweise eine Sicherheitsl\u00fccke miturs\u00e4chlich war<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das erweitert den Blickwinkel technischer Gutachten: Neben Material, Konstruktion und Verschlei\u00df k\u00f6nnen k\u00fcnftig auch <strong>Softwarestand, Updates, digitale Schnittstellen und Cybersicherheit<\/strong> Teil einer belastbaren Ursachenanalyse werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"8-ausblick-2027-maschinenverordnung-ki-cybersecurity-und-gebaudestandards\" class=\"wp-block-heading\">8. Ausblick 2027: Maschinenverordnung, KI, Cybersecurity und Geb\u00e4udestandards<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer als Sachverst\u00e4ndiger seine fachliche Entwicklung plant, sollte nicht nur fragen, <strong>was heute gilt<\/strong>, sondern auch, welche Bewertungsma\u00dfst\u00e4be morgen relevant werden. F\u00fcr 2027 l\u00e4sst sich dabei ungew\u00f6hnlich konkret vorausblicken: Mehrere wichtige EU-Regelungen sind bereits beschlossen und ihre Anwendungstermine stehen fest.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders bedeutend f\u00fcr technische Sachverst\u00e4ndige ist die <strong>EU-Maschinenverordnung (EU) 2023\/1230<\/strong>. Sie l\u00f6st die bisherige Maschinenrichtlinie ab und ist ab <strong>20. Januar 2027<\/strong> grunds\u00e4tzlich anzuwenden. Hersteller m\u00fcssen dann die neuen Anforderungen unter anderem bei Konstruktion, Risikobeurteilung, technischer Dokumentation, Konformit\u00e4tsbewertung und CE-Kennzeichnung ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neu ist dabei nicht nur der Wechsel von einer Richtlinie zu einer unmittelbar geltenden EU-Verordnung. Die Maschinenverordnung ber\u00fccksichtigt wesentlich st\u00e4rker die Realit\u00e4t moderner, softwaregesteuerter und teilweise autonom arbeitender Maschinen. Die Risikobeurteilung muss beispielsweise vorhersehbare Gef\u00e4hrdungen ber\u00fccksichtigen, die sich aus einem sich entwickelnden Verhalten oder einer ver\u00e4nderlichen Logik einer Maschine ergeben k\u00f6nnen. Sicherheitsrelevante Software und Daten m\u00fcssen zudem gegen unbeabsichtigte oder vors\u00e4tzliche Manipulation gesch\u00fctzt werden; Eingriffe in sicherheitsrelevante Software sollen nachvollziehbar sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Maschinen-, Anlagen-, Elektro- und Automatisierungssachverst\u00e4ndige kann sich dadurch der Pr\u00fcfma\u00dfstab deutlich erweitern. Bei einem Schaden gen\u00fcgt m\u00f6glicherweise nicht mehr allein die klassische Untersuchung von Mechanik und Elektrik. Je nach Fall k\u00f6nnen auch <strong>Softwareversion, Steuerungslogik, Ver\u00e4nderungen der Konfiguration, digitale Sicherheitsfunktionen oder Manipulationen<\/strong> relevant werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Blick auf die wichtigsten bereits bekannten Termine zeigt, was 2027 zus\u00e4tzlich auf Sachverst\u00e4ndige zukommt:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><td><strong>Zeitpunkt<\/strong><\/td><td><strong>EU-Regelung<\/strong><\/td><td><strong>M\u00f6gliche Bedeutung f\u00fcr Gutachter<\/strong><\/td><\/tr><\/thead><tbody><tr><td><strong>1. Januar 2027<\/strong><\/td><td>EU-Geb\u00e4uderichtlinie<\/td><td>Mitgliedstaaten m\u00fcssen Fahrpl\u00e4ne f\u00fcr k\u00fcnftige Grenzwerte des Lebenszyklus-Treibhausgaspotenzials neuer Geb\u00e4ude ver\u00f6ffentlichen<\/td><\/tr><tr><td><strong>20. Januar 2027<\/strong><\/td><td>EU-Maschinenverordnung<\/td><td>Neue Sicherheits-, Dokumentations- und Konformit\u00e4tsanforderungen f\u00fcr Maschinen<\/td><\/tr><tr><td><strong>2. Dezember 2027<\/strong><\/td><td>AI Act<\/td><td>Zentrale Anforderungen f\u00fcr bestimmte Hochrisiko-KI-Systeme nach Anhang III werden anwendbar<\/td><\/tr><tr><td><strong>11. Dezember 2027<\/strong><\/td><td>Cyber Resilience Act<\/td><td>Die wesentlichen Vorschriften f\u00fcr Produkte mit digitalen Elementen gelten vollst\u00e4ndig<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim <strong>AI Act<\/strong> wird 2027 insbesondere f\u00fcr solche Sachverst\u00e4ndigen relevant, die KI-Systeme selbst pr\u00fcfen oder mit Systemen arbeiten, die unter die Hochrisiko-Kategorien fallen. Aufgrund der 2026 beschlossenen Fristverschiebung gelten die zentralen Anforderungen f\u00fcr Hochrisiko-KI nach Artikel 6 Absatz 2 und Anhang III ab <strong>2. Dezember 2027<\/strong>. F\u00fcr Hochrisiko-KI, die Bestandteil bestimmter regulierter Produkte ist, wurde der entsprechende Termin sogar auf den 2. August 2028 verschoben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fast zeitgleich erreicht auch der <strong>Cyber Resilience Act<\/strong> seine n\u00e4chste entscheidende Stufe. Nachdem seine Meldepflichten bereits seit September 2026 greifen, gilt die Verordnung ab <strong>11. Dezember 2027<\/strong> im Wesentlichen vollst\u00e4ndig. Hersteller von Produkten mit digitalen Elementen m\u00fcssen dann unter anderem umfangreiche Cybersicherheitsanforderungen \u00fcber den Produktlebenszyklus ber\u00fccksichtigen. F\u00fcr Produkte, die bereits vor diesem Termin in Verkehr gebracht wurden, gelten differenzierte \u00dcbergangsregelungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch im Geb\u00e4udebereich lohnt sich 2027 genaues Hinsehen. Die EU-Geb\u00e4uderichtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten, bis <strong>1. Januar 2027<\/strong> einen Fahrplan f\u00fcr die Einf\u00fchrung von Grenzwerten zum kumulierten <strong>Lebenszyklus-Treibhausgaspotenzial neuer Geb\u00e4ude<\/strong> vorzulegen. Diese Vorgaben sollen auf die ab 2030 angestrebten Grenzwerte vorbereiten. F\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Neubauten wird die Berechnung und Ausweisung des Lebenszyklus-Treibhauspotenzials bereits ab 2028 relevant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gesamtbild ist deutlich: <strong>Technik, Software, Nachhaltigkeit und Regulierung wachsen immer st\u00e4rker zusammen.<\/strong> F\u00fcr Sachverst\u00e4ndige bedeutet das nicht, dass jeder k\u00fcnftig gleichzeitig Jurist, Programmierer und Klimabilanzierer sein muss. Wohl aber wird es wichtiger, die Grenzen des eigenen Fachgebiets klar zu kennen, neue Bewertungsma\u00dfst\u00e4be fr\u00fchzeitig zu verfolgen und bei interdisziplin\u00e4ren Fragestellungen rechtzeitig zus\u00e4tzliche Expertise einzubeziehen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2027 wird deshalb weniger ein Jahr v\u00f6llig \u00fcberraschender neuer Regeln sein als vielmehr das Jahr, in dem <strong>bereits heute bekannte EU-Vorgaben zunehmend in der Gutachterpraxis ankommen<\/strong>.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 id=\"9-was-gutachter-jetzt-tun-sollten-rechtssicher-und-fachlich-vorbereitet-in-2027\" class=\"wp-block-heading\">9. Was Gutachter jetzt tun sollten: Rechtssicher und fachlich vorbereitet in 2027<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei so vielen neuen EU-Regelungen k\u00f6nnte schnell der Eindruck entstehen, Sachverst\u00e4ndige m\u00fcssten k\u00fcnftig neben ihrem Fachgebiet noch Europarecht studieren. Das ist weder erforderlich noch realistisch. Entscheidend ist vielmehr, <strong>rechtliche und technische \u00c4nderungen fr\u00fchzeitig zu erkennen, die Auswirkungen auf das eigene Fachgebiet einzuordnen und Bewertungsmethoden entsprechend anzupassen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/gutachter-vorbereitung-eu-richtlinien-2027.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/gutachter-vorbereitung-eu-richtlinien-2027-1024x576.webp\" alt=\"Strategiegrafik f\u00fcr Gutachter zur Vorbereitung auf EU-Richtlinien 2026 und 2027.\" class=\"wp-image-2552\" srcset=\"https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/gutachter-vorbereitung-eu-richtlinien-2027-1024x576.webp 1024w, https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/gutachter-vorbereitung-eu-richtlinien-2027-300x169.webp 300w, https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/gutachter-vorbereitung-eu-richtlinien-2027-768x432.webp 768w, https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/gutachter-vorbereitung-eu-richtlinien-2027-1536x864.webp 1536w, https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/gutachter-vorbereitung-eu-richtlinien-2027-624x351.webp 624w, https:\/\/www.dgusv.de\/news-blog\/wp-content\/uploads\/gutachter-vorbereitung-eu-richtlinien-2027.webp 1672w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Abb-4.: Die Abbildung zeigt die wichtigsten Schritte, mit denen sich Gutachter auf neue EU-Regeln vorbereiten k\u00f6nnen &#8211; KI-Visualisierung.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein sinnvoller Praxis-Check f\u00fcr 2026\/2027 umfasst vor allem f\u00fcnf Punkte:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Relevante Vorschriften f\u00fcr das eigene Fachgebiet beobachten.<\/strong><br>Ein Bausachverst\u00e4ndiger ben\u00f6tigt andere Informationen als ein Kfz-, Maschinen-, Umwelt- oder IT-Sachverst\u00e4ndiger. Statt s\u00e4mtliche EU-Gesetzgebung zu verfolgen, sollte regelm\u00e4\u00dfig gepr\u00fcft werden, welche neuen Regelungen tats\u00e4chlich Produkte, Anlagen, Geb\u00e4ude, Messverfahren oder Bewertungsma\u00dfst\u00e4be des eigenen Fachgebiets betreffen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Den ma\u00dfgeblichen Rechts- und Technikstand dokumentieren.<\/strong><br>Bei einem Gutachten sollte nachvollziehbar bleiben, welcher technische und rechtliche Ma\u00dfstab f\u00fcr die konkrete Beurteilung herangezogen wurde. Gerade w\u00e4hrend \u00dcbergangsfristen kann dies entscheidend sein: Gilt bereits die neue Vorschrift? Greift noch eine \u00dcbergangsregel? Oder muss ein \u00e4lteres Produkt nach dem zum Zeitpunkt seines Inverkehrbringens geltenden Stand beurteilt werden?<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gutachtenvorlagen und Pr\u00fcfprozesse regelm\u00e4\u00dfig aktualisieren.<\/strong><br>Neue Vorschriften k\u00f6nnen zus\u00e4tzliche Produktinformationen, Softwarest\u00e4nde, Umweltkennwerte, digitale Dokumentationen oder Sicherheitsanforderungen relevant machen. Deshalb lohnt sich eine regelm\u00e4\u00dfige \u00dcberpr\u00fcfung von Checklisten, Gutachtenvorlagen, Pr\u00fcfmethoden und Dokumentationsprozessen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Fachliche Grenzen erkennen und Kompetenz gezielt erweitern.<\/strong><br>Wenn Maschinen zunehmend Software enthalten, Geb\u00e4ude nach Lebenszyklusdaten bewertet oder Produktsch\u00e4den durch digitale Komponenten beeinflusst werden, entstehen zwangsl\u00e4ufig interdisziplin\u00e4re Fragestellungen. Niemand muss alles k\u00f6nnen. Professionell ist vielmehr, die eigenen Kompetenzgrenzen zu kennen und bei Bedarf Spezialisten einzubeziehen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Weiterbildung und Kompetenznachweise strategisch nutzen.<\/strong><br>Bei zunehmender Regulierung werden aktuelle Fachkenntnisse und nachvollziehbare Qualifikationen noch wichtiger. Der DGuSV stellt seinen Mitgliedern unter anderem Informationen zu <strong>Fortbildungen, Zertifizierungen, Urteilen und Arbeitshilfen<\/strong> zur Verf\u00fcgung. Weitere Informationen bietet der <a href=\"https:\/\/www.dgusv.de\/?utm_source=DGuSV&amp;utm_medium=DGuSV-Blog\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Deutsche Gutachter und Sachverst\u00e4ndigen Verband<\/a>.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Sachverst\u00e4ndige, die ihre fachliche Kompetenz zus\u00e4tzlich nach einem international etablierten Verfahren nachweisen m\u00f6chten, kann au\u00dferdem eine <strong>Personenzertifizierung nach DIN EN ISO\/IEC 17024<\/strong> interessant sein. Die Zertifizierungsstelle EWIVS bietet entsprechende Zertifizierungen f\u00fcr zahlreiche Sachverst\u00e4ndigen-Fachbereiche an. Eine \u00dcbersicht der Fachbereiche finden Sie bei <a href=\"https:\/\/www.ewivs.com\/personenzertifizierungen\/fachbereiche\/?utm_source=DGuSV&amp;utm_medium=DGuSV-Blog\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">EWIVS \u2013 ISO-17024-Zertifizierungen f\u00fcr Sachverst\u00e4ndige<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Zertifizierung ersetzt selbstverst\u00e4ndlich nicht die laufende Besch\u00e4ftigung mit neuen Vorschriften. Sie kann aber dazu beitragen, <strong>Fachkompetenz strukturiert und nachvollziehbar nachzuweisen<\/strong> \u2013 ein Punkt, der in einem zunehmend regulierten und technisch komplexen Umfeld an Bedeutung gewinnt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die wichtigste Vorbereitung auf 2027 lautet deshalb nicht: m\u00f6glichst viele neue EU-Vorschriften auswendig lernen. Sinnvoller ist ein belastbarer Prozess aus <strong>Beobachten, Einordnen, Weiterbilden und Dokumentieren<\/strong>. Wer diesen Prozess in seine Sachverst\u00e4ndigenpraxis integriert, muss neue Regulierung nicht als permanente \u00dcberraschung erleben \u2013 sondern kann sich auf Ver\u00e4nderungen vorbereiten, bevor sie im n\u00e4chsten Gutachten auf dem Schreibtisch liegen.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 id=\"10-fazit-neue-eu-regeln-schaffen-pflichten-aber-auch-chancen-fur-sachverstandige\" class=\"wp-block-heading\">10. Fazit: Neue EU-Regeln schaffen Pflichten \u2013 aber auch Chancen f\u00fcr Sachverst\u00e4ndige<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die <strong>EU-Richtlinien und EU-Verordnungen 2026\/2027<\/strong> zeigen deutlich, wohin sich die Anforderungen an Gutachter und Sachverst\u00e4ndige entwickeln: Technische Bewertungen werden komplexer, digitale Komponenten wichtiger, Umwelt- und Nachhaltigkeitsangaben st\u00e4rker \u00fcberpr\u00fcfbar und Dokumentationspflichten anspruchsvoller.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei betrifft nicht jede neue Vorschrift jeden Sachverst\u00e4ndigen gleicherma\u00dfen. Ein Baugutachter wird die neue Geb\u00e4uderichtlinie und die Bauproduktenverordnung besonders aufmerksam verfolgen m\u00fcssen, w\u00e4hrend f\u00fcr Maschinen- oder IT-Sachverst\u00e4ndige die Maschinenverordnung, der Cyber Resilience Act oder der AI Act st\u00e4rker ins Gewicht fallen. Entscheidend bleibt deshalb die Frage: <strong>Welche \u00c4nderungen beeinflussen konkret mein Fachgebiet und meine bisherigen Bewertungsma\u00dfst\u00e4be?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade darin liegt jedoch auch eine Chance. Je komplexer Produkte, Geb\u00e4ude, Anlagen und digitale Systeme werden, desto gr\u00f6\u00dfer wird der Bedarf an Fachleuten, die technische Sachverhalte unabh\u00e4ngig untersuchen, nachvollziehbar dokumentieren und verst\u00e4ndlich einordnen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Sachverst\u00e4ndige bedeutet Zukunftssicherheit deshalb vor allem drei Dinge: <strong>fachlich aktuell bleiben, neue regulatorische Entwicklungen fr\u00fchzeitig beobachten und die eigene Expertise nachvollziehbar dokumentieren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer 2026 bereits wei\u00df, welche europ\u00e4ischen Vorgaben 2027 relevant werden, kann Gutachtenvorlagen, Pr\u00fcfmethoden, Weiterbildung und gegebenenfalls die eigene Spezialisierung rechtzeitig darauf ausrichten. Neue EU-Regeln sind damit nicht nur zus\u00e4tzliche Pflichten \u2013 sie k\u00f6nnen zugleich neue T\u00e4tigkeitsfelder und Marktchancen f\u00fcr qualifizierte Sachverst\u00e4ndige er\u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gut informiert und fachlich gut vernetzt bleiben \u2013 mit dem DGuSV<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade bei sich schnell ver\u00e4ndernden technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen ist es f\u00fcr Sachverst\u00e4ndige hilfreich, nicht jede Entwicklung allein verfolgen zu m\u00fcssen. Eine Mitgliedschaft im <a href=\"https:\/\/www.dgusv.de\/\"><strong>Deutschen Gutachter und Sachverst\u00e4ndigen Verband (DGuSV)<\/strong><\/a> bietet Zugang zu einem fachlichen Netzwerk sowie Informationen, Arbeitshilfen, Weiterbildungsangeboten und weiteren Leistungen rund um die t\u00e4gliche Sachverst\u00e4ndigenpraxis.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer seine T\u00e4tigkeit als Gutachter professionell weiterentwickeln, fachlich auf dem aktuellen Stand bleiben und von den Leistungen eines Berufsverbandes profitieren m\u00f6chte, findet weitere Informationen unter <a href=\"https:\/\/www.dgusv.de\/mitglied-werden.html?utm_source=DGuSV&amp;utm_medium=DGuSV-Blog\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DGuSV \u2013 Mitglied werden<\/a>.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 id=\"11-faq-haufige-fragen-zu-eu-richtlinien-fur-gutachter-2026-2027\" class=\"wp-block-heading\">11. FAQ: H\u00e4ufige Fragen zu EU-Richtlinien f\u00fcr Gutachter 2026\/2027<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Welche neuen EU-Richtlinien betreffen Gutachter und Sachverst\u00e4ndige 2026?<\/strong><strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine einzelne \u201eEU-Richtlinie f\u00fcr Gutachter\u201c gibt es nicht. Relevant sind vielmehr unterschiedliche EU-Richtlinien und EU-Verordnungen, die je nach Fachgebiet Auswirkungen auf die Sachverst\u00e4ndigent\u00e4tigkeit haben. Dazu geh\u00f6ren 2026 unter anderem neue Vorgaben zu Geb\u00e4uden und Bauprodukten, Produkthaftung, Reparierbarkeit, Verbraucherschutz, Umweltrecht, k\u00fcnstlicher Intelligenz und Cybersicherheit.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gelten EU-Richtlinien automatisch auch f\u00fcr Gutachter in Deutschland?<\/strong><strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht unmittelbar. EU-Richtlinien m\u00fcssen grunds\u00e4tzlich von den Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt werden. EU-Verordnungen gelten dagegen grunds\u00e4tzlich unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. F\u00fcr Sachverst\u00e4ndige ist deshalb entscheidend, welcher Rechtsakt vorliegt, wann er anzuwenden ist und welche nationalen \u00dcbergangs- oder Durchf\u00fchrungsvorschriften zus\u00e4tzlich gelten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Welche Sachverst\u00e4ndigen-Fachbereiche sind von den \u00c4nderungen 2026 besonders betroffen?<\/strong><strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders relevant sind die Neuerungen f\u00fcr Bau-, Immobilien-, Energie-, Umwelt-, Maschinen-, Anlagen-, Elektro-, IT-, Kfz- und Produktsachverst\u00e4ndige. Welche Vorschriften konkret ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen, h\u00e4ngt jedoch immer vom jeweiligen Gutachtenauftrag, dem Pr\u00fcfgegenstand und dem ma\u00dfgeblichen Zeitpunkt der Bewertung ab.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Welche wichtigen EU-Regelungen kommen 2027 auf Gutachter zu?<\/strong><strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein besonders wichtiger Termin ist der <strong>20. Januar 2027<\/strong>: Ab diesem Zeitpunkt ist die neue EU-Maschinenverordnung grunds\u00e4tzlich anzuwenden. Sie ersetzt die bisherige Maschinenrichtlinie und ber\u00fccksichtigt st\u00e4rker softwaregesteuerte, vernetzte und teilweise autonome Maschinen. Weitere wichtige Entwicklungsschritte folgen 2027 unter anderem beim AI Act, beim Cyber Resilience Act und bei den europ\u00e4ischen Geb\u00e4udestandards.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>M\u00fcssen Gutachter aufgrund neuer EU-Regeln ihre bestehenden Gutachten anders bewerten?<\/strong><strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht automatisch. Eine neue Vorschrift bedeutet grunds\u00e4tzlich nicht, dass \u00e4ltere Geb\u00e4ude, Produkte oder Anlagen r\u00fcckwirkend nach einem neuen Ma\u00dfstab bewertet werden m\u00fcssen. Entscheidend ist regelm\u00e4\u00dfig, welche rechtlichen und technischen Anforderungen zum ma\u00dfgeblichen Zeitpunkt \u2013 etwa bei Planung, Errichtung, Inverkehrbringen, Abnahme oder Schadenseintritt \u2013 galten. \u00dcbergangsregelungen k\u00f6nnen zus\u00e4tzlich eine wichtige Rolle spielen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was bedeutet der AI Act f\u00fcr Sachverst\u00e4ndige, die KI bei ihrer Arbeit einsetzen?<\/strong><strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Verwendung eines allgemein verf\u00fcgbaren KI-Tools f\u00fcr Recherche, Strukturierung oder Formulierung macht einen Sachverst\u00e4ndigen nicht automatisch zum Betreiber eines Hochrisiko-KI-Systems. Unabh\u00e4ngig davon bleibt der Gutachter f\u00fcr die fachliche Qualit\u00e4t seines Gutachtens verantwortlich. KI-Ergebnisse sollten deshalb gepr\u00fcft, sensible Daten gesch\u00fctzt und fachliche Schlussfolgerungen weiterhin eigenst\u00e4ndig und nachvollziehbar getroffen werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie k\u00f6nnen sich Gutachter auf die rechtlichen \u00c4nderungen 2026 und 2027 vorbereiten?<\/strong><strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am sinnvollsten ist ein kontinuierlicher Prozess: relevante Vorschriften f\u00fcr das eigene Fachgebiet beobachten, Gutachtenvorlagen und Pr\u00fcfmethoden regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberpr\u00fcfen, den jeweils angewendeten Rechts- und Technikstand dokumentieren und fachliche Kenntnisse durch Weiterbildung aktuell halten. Bei zunehmend komplexen und interdisziplin\u00e4ren Fragestellungen gewinnt au\u00dferdem die klare Abgrenzung der eigenen Sachkunde sowie der nachvollziehbare Nachweis fachlicher Kompetenz an Bedeutung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue EU-Richtlinien und Verordnungen ver\u00e4ndern 2026 und 2027 wichtige Rahmenbedingungen f\u00fcr Gutachter und Sachverst\u00e4ndige. 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