Kapitel 6

Erfolgreich als Sachverständiger

Wer als Gutachter oder Sachverständiger sein Geld verdienen möchte, der will natürlich auch, dass der Erfolg nicht ausbleibt. Doch leider ist es dies nicht ganz so einfach. Aber auch nicht unmöglich. Als Sachverständiger sind Sie selbstständig tätig. Das hat natürlich einige Vorteile, bringt aber eben auch einige Hürden und Probleme mit sich. Denn natürlich hat man so als Sachverständiger mit einigen Problemen zu kämpfen, die vor allem Selbstständige kennen. Eine gewissenhafte und vor allem auch ehrgeizige Arbeitsweise sind in diesem Fall das A und O. Denn von nichts kommt in diesem Fall auch nichts.

Der Erfolg als Sachverständiger muss hart erarbeitet werden, wie eben auch in anderen Berufen. Dennoch sollte man die Flinte nicht gleich ins Korn werfen, wenn es mal nicht so klappen sollte, wie man möchte. Denn auch andere Selbstständige haben mit ähnlichen Problemen zu kämpfen und müssen sich in der Welt der Selbstständigen und Dienstleister behaupten. Wichtig ist es immer auf einen Partner vertrauen zu können, der einen in der Selbstständigkeit unterstützt. Denn eine solche Unterstützung ist meist viel mehr wert, als alles Geld, das man erwirtschaften kann.

Um als Sachverständiger wirklich erfolgreich zu können, müssen die eigenen Fähigkeiten mit einem gewissen wirtschaftlichen Handeln verbunden werden. Nur mit dieser Kombination lassen sich auch die höchsten Hürden überwinden. Wichtig ist auch, dass Sie sich von Rückschlägen nicht beeinflussen lassen. Es wird niemals alles gleich klappen. Und nur die wenigsten Sachverständigen haben direkt nach der Prüfung einen großen Kundenstamm oder eine Anstellung, mit der man gut auskommen und leben kann.

Manchmal braucht alles ein wenig Zeit. Mit genügend Ehrgeiz und Willen, wird sich dann aber auch sehr schnell der Erfolg einstellen. Und vielleicht lohnt es sich auch manchmal ein Buch zu lesen, um dabei Dinge zu entdecken, die einen in dem Erreichen des Erfolges noch unterstützen können.

 

eBook Deutscher Gutachter und Sachverständigen Verband e.V. (DGSV)

Der DGSV hat es sich bereits seit einiger Zeit vorgenommen seine Mitglieder zu unterstützen. Dabei steht vor allem das Weitergeben an Wissen im Vordergrund. Aber natürlich sollen die Mitglieder beim DGSV auch gefördert werden. Das grundlegende Wissen aus dem Bereich der Sachverständigentätigkeit wird in ein eBook verpackt. So hat der DGSV bereits mehrere Werke für die Mitglieder auf den Markt gebracht. Darunter auch "Erfolgreich als Sachverständiger". Und wie könnte es anders sein, geht es in diesem eBook natürlich um die elementare Frage, wie der Sachverständige an sich das Ziel des Erfolges erreichen kann.

Dazu werden auf den mehr als 100 Seiten unterschiedliche Gesichtspunkte beleuchtet und analysiert. Erfolgreiche und erfahrene Sachverständige aus den unterschiedlichsten Fachbereichen haben an diesem Buch mitgewirkt und entsprechend ist ein Werk entstanden, auf das man nicht verzichten sollte. Schon gar nicht, wenn man am Beginn der eigenen Karriere steht.

Neben zahlreichen Tipps und Ratschlägen, werden in dem Buch auch unterschiedliche Probleme thematisiert und behandelt. Auf diese Weise können sich die angehenden Sachverständigen bereits im Vorfeld über möglich auftretende Probleme aufklären lassen.

Es ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je geworden, sich ausreichend zu informieren. Entsprechend ist das eBook vom DGSV eine hervorragende Möglichkeit die eigene Sachverständigentätigkeit einmal aus einer ganz anderen und vor allem auch effektiveren Perspektive zu sehen. Denn der Erfolg muss nicht ausbleiben. Mit dem eBook und dem darin enthaltenen Wissen kann dieses Ziel aber viel schneller erreicht werden. Und neues Wissen sollte für jeden Sachverständigen ein Gewinn sein.

Das eBook "Erfolgreich als Sachverständiger" und auch zahlreiche andere Werke, die sich rund um die Themen drehen, die einen Sachverständigen beschäftigen können, stehen im Gutachtershop des DGSV zur Verfügung.

 

Die Auftragserteilung und Auftragsbestätigung

Der Sachverständige von heute bekommt natürlich auf den unterschiedlichsten Kanälen Aufträge vermittelt. Private Auftraggeber kontaktieren einen Sachverständigen meist über das Telefon. Dies ist auch nicht weiter ungewöhnlich. Denn auch andere Berufe bekommen die Aufträge auf diese Weise. Wichtig ist jedoch immer, dass sich die Sachverständigen entsprechend absichern. Es wird bei der Sachverständigentätigkeit ein Vertragsverhältnis zwischen Auftraggeber und Sachverständigen hergestellt. Dies kann auch für Mitteilungen über Telefax und Mail geltend gemacht werden. Der Vertrag sollte vom Auftraggeber und Auftragnehmer unterzeichnet werden. Denn in diesem Vertrag finden sich die Rechte und Pflichten beider Parteien. Dabei kann der Vertrag unterschiedliche Formen haben. Es muss also nicht immer eine Schriftform sein. Neben einem Vertrag sollte aber auch jeder Sachverständige darauf achten, dass eine Auftragsbestätigung zu jedem Auftrag vorliegt. Diese sollte vom Auftraggeber und dem Sachverständigen unterzeichnet sein.

Generell sollte beachtet werden, dass ein Schweigen des Auftraggebers nach Zugang der Auftragsbestätigung nicht als Zustimmung zu den Vertragsbestimmungen gewertet werden kann. Das Auftragsschreiben sollte mit einer Auftragsbestätigung verbunden werden. Hierzu kann das Schriftstück in doppelter Ausfertigung an den Auftraggeber übersandt werden. Eine Kopie sollte dann an den Sachverständigen zurückgesandt werden. Die Bearbeitung des Auftrages bzw. des Gutachtens sollte erst dann begonnen werden, sofern die unterschriebe Auftragsbestätigung dem Sachverständigen vorliegt.

Ein schriftlicher Vertragsabschluss sollte bei jedem Auftrag für den Sachverständigen zu einer Selbstverständlichkeit werden. Zum Vertrag sollte man die entsprechenden allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) anhängen. Dazu aber später noch mehr.

Der Vertrag sollte folgende Bestandteile aufweisen:

Weiterhin sollten Sie darauf achten, dass mit Versicherungen andere Verträge abzuschließen sind. Die Einzelheiten in diesem Fall müssen mit den jeweiligen Versicherungsunternehmen abgesprochen werden. Der Bestandteil der Verträge sollte unter anderem auch die zu erbringenden Leistungen mit den zu liefernden Unterlagen beinhalten. Aber wie schon gesagt, sollte dies immer individuell mit der Versicherung besprochen werden. Denn hier kann es je nach Gesellschaft auch Unterschiede geben.

 

Die Vertragsbedingungen

Der Vertrag eines Sachverständigen kann mit den entsprechenden allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) komplettiert werden. In diesem Fall sollte allerdings ein Jurist zurate gezogen werden. Wer sich über die Kosten in diesem Fall Gedanken macht, sollte die Investition auf jeden Fall einplanen. Denn so sind Sie auf der sicheren Seite. Zumal es sich um eine einmalige Investition handelt, die nicht den Rahmen sprengen wird.

Vertrag und AGB sollten also von einem Juristen erstellt oder zumindest geprüft werden. Wenn Sie auf AGB verzichten sollen, können Sie dies auch tun. Denn diese müssen immer nur dann vorhanden sein, wenn:

Muster für eine Auftragserteilung und Auftragsbestätigung sowie auch für die AGB finden sich im Internet.
Entsprechend kann hier schon einmal geschaut werden, wie ein solches Schriftstück auszusehen hat.

 

Honorar und Entschädigung

Niemand möchte umsonst arbeiten. Und so ist es auch bei den Sachverständigen. Doch hier kann sich die ganze Sache noch wenig schwieriger gestalten. Denn Sachverständige bekommen in dem Sinne kein Gehalt, sondern ein Honorar und werden entsprechend auf Grundlage der Freiberuflichen abgerechnet. Dieses Honorar muss der Sachverständige mit dem Auftraggeber vereinbaren. Und vor allem sollte dies auch im entsprechenden Vertrag vermerkt werden.

Für einen Sachverständigen ist es aber nicht immer ganz einfach das richtige Honorar zu finden. Denn vor allem zu Beginn kann der Umfang eines Auftrages nicht immer gleich überblickt werden. In diesem Fall kann es sich lohnen einen Stundensatz zu vereinbaren. Wenn der Auftraggeber eine genauere Aufstellung der anfallenden Kosten möchte, sollte der Sachverständige schätzen. Mit der Zeit und der Erfahrungen wird diese Schätzung zu einem Kinderspiel. Denn viele Faktoren sind dann bekannt und können auch besser eingetaktet werden. Es empfiehlt sich immer einen ungefähren Kostenrahmen aufzustellen. Auf diese Weise haben der Auftraggeber eine entsprechende Sicherheit und der Sachverständige eine Hausnummer, die genutzt werden kann, um das Budget in Grenzen zu halten.

Im eBook "Erfolgreich als Sachverständiger" findet sich ein ganzes Kapitel rund um das Thema Stundensatz und Honorar. Denn hier gibt es doch einige Punkte zu beachten, die vor allem Neulinge in diesem Job interessieren können. Darüber hinaus kann es sich als hilfreich erweisen einen Gutachten-Begleitbogen für Honorar und Berechnung sowie eine Aufwandaufstellung zu verwenden. Auf diese Weise werden das Erstellen einer Rechnung und der Nachweis der erbrachten Leistungen viel leichter.

 

Terminplanung – aber richtig

Termine gehören zum Leben eines Sachverständigen einfach dazu. Und diese sollten auch entsprechend geplant werden. Denn ein verpasster Termin oder das Zuspätkommen können den guten Ruf kosten. Deshalb ist die Terminierung ein entscheidender Faktor in der Sachverständigentätigkeit.

Heute nutzen Sachverständige die unterschiedlichen Möglichkeiten, um Termine zu planen. Während die einen immer noch auf den guten alten Terminkalender in der Papierform setzen, sind andere Sachverständige eher technisch versiert und setzen auf Smartphone und Co. Dies hat den großen Vorteil, dass die Sachverständigen immer entsprechend an die jeweiligen Termine erinnert werden. Denn Smartphone, Tablet oder auch PC haben Erinnerungsfunktionen. So kann kein Termin verpasst werden. Es gibt heute sogar spezielle Programme zur Terminierung. Diese können mit den unterschiedlichsten Geräten verbunden werden.

"Termine planen" kann einfach sein

Die Terminplanung im Bereich der Sachverständige sollte allerdings immer alle Facetten berücksichtigen. So ist es beispielsweise ratsam, pro Tag nicht mehr als zwei Ortstermine wahrzunehmen, sofern die zu besichtigenden Schäden nicht allzu weit entfernt liegen. Denn auch für einen Ortstermin an sich sollte man sich ausreichend Zeit nehmen. Es kann hier immer wieder mal zu Problemen oder Zwischenfällen kommen, die man zuvor nicht eingeplant hat. Darüber hinaus können sich auch Fragen ergeben, die dann erst einmal geklärt werden müssen.

Generell haben Termine vor einem Gericht immer Vorrang. In der Regel wird dem Sachverständigen auch rechtzeitig Bescheid gegeben, dass er zu einem bestimmten Termin vor Gericht zu erscheinen hat. Entsprechend können andere Termine geplant oder ggf. auch verschoben werden. Das vorausschauende Planen gehört zu einer professionellen Arbeitsweise eines Sachverständigen eben auch dazu. Denn es gibt so viele Dinge, die nicht geplant oder kalkuliert werden kann. Deshalb sollte dies, wenn es möglich ist, auch realisiert werden. Auf diese Weise erspart man sich selbst eine Menge Ärger und vor allem auch Zeit, die vielleicht anderweitig viel besser investiert werden könnte.

Die Terminplanung ist im Grunde auch nichts anderes als die Strukturierung des Tages. Und dies wiederum kann einen positiven Einfluss auf die Arbeitsweise und den damit verbundenen Erfolg haben.

 

Die richtige Ausrüstung für den Ortstermin

Je nachdem, um was für einen Ortstermin es sich handelt, muss der Sachverständige natürlich darauf achten, dass die Ausrüstung komplett ist. Sein Vertrag mit dem Auftraggeber, der Sachverständigenausweis und Visitenkarten gehören immer zu einem Ortstermin, wie auch Kamera und Schreibutensilien, um sich Stichpunkte und Anmerkungen notieren zu können.

Es kommt aber natürlich immer auf den entsprechenden Auftrag und den zu begutachtenden Schaden oder das Problem an. Im Bereich des Baus kann es durchaus notwendig sein, auch noch entsprechende Hilfsmittel zum Messen mitzunehmen. Aber auch wenn Proben genommen werden müssen, beispielsweise bei einer Schimmelbildung o.ä. müssen auch noch andere Hilfsmittel dabei sein. So kann es hier sehr schwer sein, eine genaue Auflistung zu machen.

Wichtig ist vor allem, dass sich der Sachverständige entsprechend der Gegebenheiten vor Ort kleidet und auf die entsprechende Sicherheit achtet. Das Tragen eines Schutzhelmes kann manchmal ebenso erforderlich sein wie auch ein kompletter Schutzanzug. Aber auch dies ist immer abhängig vom Auftrag und dem zu besichtigenden Ort. Bei einem Ortstermin, bei dem der Schaden an einem Fahrzeug begutachtet werden soll, müssen in der Regel nicht viele Hilfsmittel mitgenommen werden. Die notwendigen Unterlagen und meist eine Kamera sollten reichen.

Aber es kann auch zu einem anderen Termin kommen oder die Umstände sind ganz anders. Eine gute Vorbereitung auf den Ortstermin ist deshalb immer Pflicht. Und dazu gehört eben auch, dass der Sachverständige bereits am Tag zuvor alle notwendigen Hilfsmittel zurechtlegt.

 

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